Nach dem Auslichten von Bäumen oder einer Fällung bleibt oft ein großer Haufen Äste und Stammholz übrig. Baumschnitt zu entsorgen ist sperrig — mit dem richtigen Weg aber kein Problem. Hier sind Ihre Optionen.
Was gilt als Baumschnitt?
Baumschnitt umfasst Äste, Zweige, Reisig und dünneres Stammholz aus dem Garten. Dickere Stämme und Wurzelstöcke (Baumstubben) werden gesondert behandelt, weil sie schwerer und voluminöser sind.
Option 1: Häckseln und verwerten
Geäst lässt sich häckseln und als Mulch oder Kompostmaterial im eigenen Garten weiterverwenden. Gehäckselter Mulch unterdrückt Unkraut, hält den Boden feucht und verrottet nach und nach zu Humus. Das spart Entsorgungswege, lohnt aber nur bei überschaubaren Mengen und wenn ein Häcksler zur Hand ist. Für frisches, saftiges Grün ist Mulchen ideal; stark verholzte Äste sollten Sie eher trocknen oder entsorgen.
Option 2: Wertstoffhof
Wertstoff- und Grünschnitthöfe nehmen Baumschnitt an, kleinere Mengen oft günstig. Die Annahmestellen Ihrer Region finden Sie unter Entsorgung & Wertstoffhöfe — für Leipzig etwa die Wertstoffhöfe Leipzig. Sie brauchen ein geeignetes Fahrzeug, da Äste viel Platz beanspruchen.
Option 3: Container oder Abholung
Bei größeren Mengen — nach einer Baumfällung oder dem Auslichten mehrerer Bäume — ist die direkte Abholung am effizientesten. Das Astwerk wird verladen, abgeholt und fachgerecht entsorgt — ohne dass Sie mehrfach zum Wertstoffhof fahren müssen.
Baum gefällt — was tun mit dem Stubben?
Bleibt nach der Fällung ein Wurzelstock im Boden, lässt er sich fräsen oder ausgraben. Beim Fräsen wird der Stubben bis unter die Oberfläche abgetragen — schnell und bodenschonend, ideal wenn die Fläche später Rasen oder Beet werden soll. Das Ausgraben entfernt auch größere Wurzeln und ist nötig, wenn an der Stelle gebaut oder tief gepflanzt wird, aber aufwändiger. Im Rahmen einer Garten- oder Grundstücksräumung wird das Stubbenfräsen übernommen und die Fläche wiederhergestellt — praktisch, wenn das Grundstück verkauft oder neu bepflanzt werden soll.
Was kostet die Baumschnitt-Entsorgung?
Die Anlieferung am Wertstoffhof wird nach Volumen oder Gewicht berechnet, kleine Mengen sind oft kostenlos. Abholung und Stubbenfräsen werden nach Aufwand kalkuliert — immer als verbindlicher Festpreis ohne versteckte Kosten.
Menge abschätzen: Äste brauchen Platz
Baumschnitt täuscht: Ein scheinbar kleiner Haufen Äste füllt schnell einen ganzen Anhänger, weil Geäst sperrig ist und sich nicht verdichten lässt. Rechnen Sie pro ausgelichtetem Baum mit deutlich mehr Volumen, als es zunächst aussieht. Wer das unterschätzt, fährt drei- statt einmal zum Wertstoffhof — hier spielt die Abholung ihren Vorteil aus.
Brennholz statt Entsorgung?
Dickeres, unbehandeltes Stammholz lässt sich trocknen und als Brennholz nutzen — eine sinnvolle Verwertung, wenn Sie einen Kamin oder Ofen haben. Dünnes Reisig und feuchtes Geäst eignen sich dafür kaum und gehen besser in die geordnete Entsorgung.
Baumschnitt-Entsorgung in der Region
Die Annahmestellen unterscheiden sich je nach Kommune. Für Leipzig finden Sie die Wertstoffhöfe Leipzig, für Dresden, Halle (Saale), Chemnitz und weitere Städte die Übersicht unter Entsorgung & Wertstoffhöfe. Im Großraum Leipzig und in Mitteldeutschland wird Baumschnitt auf Wunsch direkt abgeholt.
Aus einer Hand
Wer ohnehin einen verwilderten Garten zurückschneiden oder eine Parzelle aufgeben muss, kombiniert die Baumschnitt-Entsorgung am besten mit einer kompletten Gartenräumung. Mehr zum Thema Garten-Entsorgung in den Ratgebern zur Grünschnitt-Entsorgung und zur Gartenabfall-Entsorgung.